Zug, Polen, Kolberg: Tut sich was?

von Jens Hansel (Kommentare: 0)

Es scheint sich wirklich etwas zu bewegen, in Sachen Bahnverbindung Berlin-Szczecin (Stettin)

Alte Lokomotive auf dem Bahnhof in Kolberg. Foto: Kolberg-Café
Alte Lokomotive auf dem Bahnhof in Kolberg. Foto: Kolberg-Café

Gewartet haben wir ein paar Tage, sicherheitshalber: Es könnte ja ein Dementi kommen. Aber es kam keines. Daher berichten wir nun: Über eine vielleicht wirklich endlich positive Entwicklung bezüglich des Bahnverbindung zwischen Berlin und Szczecin (Stettin) - und damit auch nach Kolobrzeg (Kolberg).

In den letzten Wochen gab es tatsächlich einige positive Meldungen zur Bahnverbindung, die uns schon seit der Gründung unserer Internetseite beschäftigt. Nun gab es allerdings auch schon viele Ankündigungen. Auch viele Ankündigungen, denen nie Taten folgten. Aber etwas optimistisch sind wir diesmal doch.

Absichtserklärung für eine besser Bahnverbindung

Ronald Pofalla, den mancher noch aus der Politik kennt, ist nun Vorstand Infrastruktur der Deutschen Bahn AG. Zusammen mit Brandenburgs Infrastrukturministerin Kathrin Schneider und Berlins Verkehrssenatorin Regine Günther hat er sich nun auf eine im Vorfeld von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer unterzeichnete gemeinsame Absichtserklärung über den zweigleisigen elektrifizierten Ausbau bis 2025 geeinigt.

Zweigleisig und elektrifiziert: Das ist das, was schon vor vielen Jahren versprochen wurde und dann auf "elektrifiziert" heruntergekocht wurde. Wieder ist es nur eine Absichtserklärung, aber immerhin: Es gibt mal wieder eine positive Stellungnahme.

Nach den Plänen von früher wäre diese Strecke schon lange zweigleisig und elektrifiziert. Nun steht also 2025 im Raum. Und die Medien der Region (sogar überregional) berichten davon, dass damit "neben den heutigen Regionalzügen zwischen Angermünde und Stettin auch stündliche Regionalexpresszüge ab Berlin oder Fernzüge bis nach Usedom (Swinemünde) oder Kolberg möglich" seien.

Woher die Kehrtwende der Politik wohl kommt? Zum einen vom Geld: Die Länder Berlin und Brandenburg wollen sich an der Finanzierung beteiligen. Zum anderen könnte auch die politische Großwetterlage eine Rolle spielen. Wer mag sich zurzeit noch dem Vorwurf aussetzen, das Nachbarland so gewissenhaft zu ignorieren, wie sich die Bahnpolitiker es sich die letzten zehn Jahre erlaubt haben.

Was bedeutet das konkret?

Es lässt sich im Moment schwer sagen, was sich konkret daraus ergibt. Wann wird begonnen zu bauen, gibt es Einschränkungen während dieser Zeit? Sicher wird es teilweise Ersatzverkehr geben müssen, der aber auch nicht viel langsamer als die heutige Bahnverbindung sein kann. Und die Perspektive: Eine schnelle, komfortable Verbindung an die polnische Ostsee. Das wäre doch was, oder?

Zurück

Kommentare

Einen Kommentar schreiben

Bitte addieren Sie 8 und 1.