Verkehr neu geregelt

von Jens Hansel (Kommentare: 0)

Einige Neuregelungen im Straßenverkehr

Schnellstraße in Polen.
Schnellstraße in Polen.

Wichtig für den Urlaub in Kolberg (und generell in Polen): Achte auf die neuen Regelungen im Straßenverkehr. Besonders an Zebrastreifen.

Vor allem hat sich der Bußgeldkatalog geändert und unsere Empfehlung fürs Autofahren in Kolberg (und generell in Polen) wird noch wichtiger für Dich: Halte Dich am besten an alle Regeln - auch, wenn das nicht alle anderen auch tun. Gerade bei Geschwindigkeitsüberschreitungen wird es nun teurer, wenn Du erwischst wirst. Sind es mehr als 50 Stundenkilometer über der erlaubten Geschwindigkeit, ist nun sogar der Führerschein weg.

Fußgängerinnen und Fußgänger haben Vorrang

Ja: In Polen konntest Du es früher oft sehen, dass Menschen vorsichtig am Zebrastreifen warten. Auch, wenn man als Fußgänger*in den Zebrastreifen eigentlich sofort betreten darf und nicht erst Autos durchlassen muss. Das ist schon länger, seit knapp einem Jahr, so. Allerdings gibt es in Polen immer noch viele Autofahrer*innen, die sich das Recht des Stärkeren nehmen und trotzdem weiterfahren. Anachronistisch und rücksichtslos, und nun auch stärker geahndet.

Das bedeutet: Als Fußgänger*in kannst Du am Zebrastreifen losgehen. Auch, wenn Autos anfahren.

Als Autofahrer*in musst Du anhalten, wenn eine Person auf dem Zebrastreifen ist oder diesen betreten möchte.

Beides ist schon seit März 2021 so. Die Einhaltung dieser Regel war, sagen wir so, unterschiedlich. Daher wird das nun sehr teuer, wenn Autofahrer*innen dagegen verstoßen: Über 300 Euro umgerechnet werden fällig, wenn dieser Fußgänger*innen-Vorrang nicht gewähren.

Geschwindigkeit einhalten

Teurer werden auch Geschwindigkeitsüberschreitungen von Autofahrer*innen. Und das ist auch gut so, wenn wir manchen rücksichtlosen Raser*in sehen. Mehr als 30 Stundenkilometer zu schnell ergeben rund 200 Euro, bei mehr als 50 Stundenkilometern über der Geschwindigkeitsbegrenzung 500 Euro. Plus Risiko einer teuren Gerichtsverhandlung und Führerscheinentzugs. Das ist mehr als doppelt so viel wie früher.

Wichtig: Auch Autofahrer*innen aus Deutschland sind natürlich davon betroffen. Zwar kannst Du unter Umständen noch heimfahren, aber selbst das kann beim Führerscheinentzug schwer werden.

Vernünftig verhalten, egal mit welchem Verkehrsmittel

Daneben wird noch teurer: Wenn Du mit dem Smartphone telefonierst oder daddelst, während Du fährst (120 Euro). Erwischt man Dich mit Drogen am Steuer (auch Alkohol, klar), dann kann der Führerschein auch direkt weg sein. Ebenso wie über 500 Euro.

Obacht, Smartphone!

Der Vorwurf der Schikane der Autofahrer ist definitiv unberechtigt: Die Neuregelungen treffen alle Verkehrsteilnehmer*innen. Wenn Du beim Queren der Straße aufs Handy guckst (anstatt auf die Straße), kostet das auch Geld. Und zwar rund 70 Euro.

 

Die Lösung ist ganz einfach: Achte auf die Regeln und halte Dich daran. Lass Dich nicht von anderen rücksichtslosen Verkehrsteilnehmer*innen - die gibt es - anstacheln, für ein paar Minuten Zeitgewinn so viel zu riskieren. Du gefährdest sonst Dich und andere. Danke!

Unseren Text rund um das Autofahren in Kolberg und die Anfahrt nach Kolberg haben wir erneuert. Schau mal rein: Mit dem Auto nach Kolberg. Und auch um den Text zum Nahverkehr und Fahrrad- sowie (E-)Roller-Sharing haben wir uns gekümmert.

 

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