Die späte Möwe gibt es noch

von Jens Hansel (Kommentare: 0)

Das letzte Sommerfestival in diesem Jahr

Plötzlich-Festival in Kolberg.
Plötzlich-Festival in Kolberg.

Vom 25.-27. August 2017 startet - erstmals östlich von Kolobrzeg (Kolberg) auf dem alten Flughafen Bagicz - das Festival "Plötzlich am Meer". Diesmal fährt ein Sonderzug aus Berlin direkt nach Kolberg, es gibt sogar Anreisende mit dem Fahrrad. Die Veranstalter geben sich viel Mühe, die kritischen Stimmen bezüglich Lärm und Umweltbelastung zu beachten. Und: Es gibt noch Tickets, die sogenannten "Späte Möwe"-Tickets.

Es sind nur noch sehr wenige Tickets für Kurzentschlossene verfügbar, wer Zeit hat, sollte zuschlagen.

Wir berichteten über das Festival, das früher westlich von Kolberg stattfand, hier schon häufiger (etwa hier). Das Festival polarisiert - wie viele Techno- und Electro-Festivals. Viele ärgern sich über den Lärm der Bässe, manche auch über die vielen jungen Menschen, die auch das eine oder andere alkoholische Getränk zu sich nehmen. Beim Sunrise-Festival, das Ende Juli stattfand, gibt es tatsächlich gelegentlich unangemessene Verhaltensweisen, auch kam es zu tragischen Fällen während des Festivals. Beim Plötzlich-Festival haben wir davon in der Intensität noch nicht gehört, zumal es auch weiter von der Stadt entfernt stattfindet. In der Nähe des Flughafens sind nicht gar so viele Hotels, allerdings sind es auch nur rund wenige Kilometer von der Kolberger Hotelmeile. Die eine oder andere akustische Belästigung ist also im östlichen Teil Kolbergs nicht ganz von der Hand zu weisen.

Angesprochen werden von den Veranstaltern auch besonders Menschen, die normalerweise mit dem Auto fahren: Es wird extra ein Sonderzug eingesetzt, was wir sehr positiv bewerten. Zumal wir wissen, dass ein Sonderzug auch nicht so einfach zu haben ist. Wer mit dem Fahrrad anreist, wird belohnt. Auch eine gute Idee!

Auf jeden Fall verspricht das Festival eine Bereicherung für die Kolberger Festival-Landschaft zu werden. Der Standort scheint sehr gut, der Flughafen ist weiträumig und etwas abgelegen. Zu hoffen ist, dass sich die Teilnehmer gut benehmen, nicht alkoholisiert baden gehen und auf eine kooperative Art auf die Anwohner zugehen. Dann dürfte das ein Erfolg werden. Schade, dass wir diesmal nicht dabei sein können!

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