In aller Kürze: Hafen- und Urlaubsviertel

  • Kolobrzeg (Kolberg) bietet eine große Hafenanlage mit 3 Hafenbecken
    • Fischerei- und Handelshafen, größter Fischereihafen Polens
    • Yachthafen, 70 Liegeplätze
    • Ausflugsschiffe
  • Liegeplätze für große Schiffe und die Fähre an der Hafeneinfahrt
  • Begehbare Hafenmole, 550 Meter
  • Yachtclub Marina Solna mit Café/Restaurant und Versorgungseinrichtungen
  • Urlaubsviertel mit vielen Hotels, Restaurants, Kurhäusern, Cafés...

Yachten, Fischerboote, Ausflugsschiffe und sogar Militärschiffe nutzen den Hafen in Kołobrzeg (Kolberg). Das ist Tradition: Kołobrzeg hat schon seit dem Mittelalter einen Hafen. Die Lage der Stadt ist prädestiniert für einen solchen, da der Fluss Parsęta (Persante) hier in die Ostsee mündet und damit einen guten Seeweg auch ins Inland bietet. Schon früher hatte die Siedlung einen natürlichen Hafen durch die Flussmündung, der einen geschützten Ankerplatz bot. Vom Hafen ausgehend in Richtung Osten erstreckt sich heute über mehrere Kilometer das Kurviertel.

Fischereihafen in Kolobrzeg - Kolberg. Foto: Kolberg-Café
Einige Boote, im Hintergrund Lagerhallen

Heute spielt die Fischerei noch immer eine wichtige Rolle für die Stadt: Über die Hälfte des Ostsee-Fischfangs in Polen geschieht in Kołobrzeg. Es gibt daher zahlreiche Fischerboote und im hinteren westlichen Teil des Hafens einen eigens dafür eingerichteten Bereich.

Den frischen Fisch kann man in diesem Hafenteil, den man über die ul. Baltycka erreicht, kaufen. Am besten geht man dazu ganz früh am Morgen zum Hafen. Oder man kauft ihn an einer der vielen Fischbuden überall in Kołobrzeg - dann ist er auch schon zubereitet. Natürlich gibt es viele Restaurants, die frischen Fisch als leckeres Mittag- oder Abendessen offerieren.

Der Fischereihafen ist nicht explizit für den Tourismus erschlossen und präsentiert sich daher auch eher funktional: Viele Hallen und Ladekräne prägen das Bild; der Fischereihafen ist daher nicht idyllisch wie in einem Urlaubsprospekt, aber dafür authentisch und sympathisch. Kołobrzeger Fischerboote sind am hafeneigenen Kürzel (KOL) erkennbar. Übrigens: Selbst Angeln, auch Hochseeangeln, ist auf Angelfahrten möglich.

Yachthafen in Kolobrzeg - Kolberg. Foto: Kolberg-Café
Das Yachtclubgebäude am Hafen bei einer Veranstaltung

Der Yachthafen mit dem Namen 'Marina Solna' bietet Skippern mit ihren Booten Liegeplätze und eine gute Infrastruktur für die Besatzung. Er liegt geschützt ein wenig hinter der eigentlichen Hafeneinfahrt, aber noch vor dem Fischereihafen. Mit rund 70 Liegeplätzen ist er nicht gerade klein, aber auch keine Massenabfertigung. Ein schickes (über 1.000 Quadratmeter großes) Gebäude für den Yachtclub entstand in den Jahren 2011 und 2012, getauft wurde die Marina 2013.

Unterschiedliche Bereiche des Yachthafens sind für unterschiedliche Bootsgrößen – je nach Tiefgang – ausgelegt. 2,5 bis 3,5 Meter Tiefgang sind möglich, Wasser- und Stromanschluss bestehen an den Schwimmstegen, eine Halle für die Wintereinlagerung ist ebenso vorhanden wie Waschgelegenheiten, Toiletten, Lebensmittel- und Segelshops sowie Überwachung per Kamera und nächtliche Beleuchtung.

Von hier aus bestens erreichbar, weil direkt angrenzend, ist die Morast-Redoute, ein Teil der alten Festung Kolberg. Schön für die Skipper und alle anderen, die sich hierhin am Nachmittag oder am Abend begeben, ist das hier angesiedelte Bistro mit Biergarten. Im Yachtclub-Gebäude befindet sich auch ein Café.

Ausflugsschiff in Kolobrzeg - Kolberg. Foto: Kolberg-Café
Ein Ausflugsschiff auf See

Im vorderen Teil des Hafens ankern die Ausflugsschiffe, mit denen man kleine oder größere Touren machen kann. So gibt es Ausfahrten für Angler, die gern Hochseeangeln möchten, Rundfahrten und auch Fährfahrten. Unter anderem legt regelmäßig eine Fähre nach Bornholm hier ab und wieder an.

Auch eine Art 'Piratenschiff', das besonders bei 'jungen Seeleuten' - gemeint sind Kinder - beliebt ist, kann für eine Rundfahrt oder eine Angelfahrt genutzt werden. Es gibt mehrere Anbieter mit unterschiedlichen Schiffen, die Fahrten mit einer Dauer zwischen 30 Minuten und einem ganzen Tag anbieten.

Ein Kurhaus in Kolobrzeg - Kolberg. Foto: Kolberg-Café
Eines der alten Kurhäuser im Kurviertel

Das Kurviertel besteht vor allem aus Hotels und Kurhäusern (Sanatorien), die sich hinter der Uferpromenade in mehreren Reihen befinden. Darunter sind einfache und auch teurere Angebote (siehe Schlafen & Wellness). Viel Rahmenprogramm wird geboten: Zum Beispiel Discotheken, Tanzlokale, Cafés, Jahrmärkte, Restaurants und mehr. Besonders beliebt sind die Aussichtscafés in den oberen Etagen der Hotels, besonders das sich drehende Café im Hotel Arka oder das mit bestem Ausblick von der Dachterasse ausgestatte Perła Bałtyku (Perle der Ostsee, nahe dem Tennisplatz gelegen). Auch Sportmöglichkeiten auf Tennis- und Minigolfplätzen oder in Schwimmbädern gibt es.

Veranstaltungsfreunde kennen und lieben das Amphitheater von Kołobrzeg (Kolberg)