Fakten zu Strand und Strandpromenade

  • Breiter, weißer, feinsandiger langer Strand, überall freier Zugang
  • Dünenwald hinter dem Strand, im Westen der Hafen
  • Hauptstrand im Sommer teilweise (über 3 Kilometer) beaufsichtigt
  • Rund 3,5 Kilometer autofreie Strandpromenade (teilweise Meerblick), viele Sitzbänke
  • Strandkörbe und Liegen können gemietet werden
  • FKK nur abschnittsweise (nicht am Hauptstrand) erlaubt
  • Toiletten vorhanden (kostenpflichtig)
  • Hunde nur abschnittsweise erlaubt, nicht am Hauptstrand
  • Getränke und Essen an Bistros erhältlich.

Der Strand (Polnisch: plaża) ist ohne Frage einer der wichtigsten Plätze in Kołobrzeg (Kolberg): Schon morgens ist man an den gut erreichbaren Strandabschnitten nahe der Stadt nicht allein. Es sind dann nicht nur Bernsteinsucher unterwegs. Von diesen sind Erfahrenen unter ihnen mit Regenhosen und Kescher im Wasser watend auf der Suche, die weniger erfahrenen Bernsteinjäger erkennt man am nach unten gerichteten suchendem Blick und oft einem Jutebeutel. Auch andere Strandbesuchertypen sind dann schon dort, Läufer, Walker, Spaziergänger und manchmal übrig gebliebene Feiernde vom Vorabend.

Strand bei Kolobrzeg - Kolberg. Foto: Kolberg-Café
Hauptstrand (Blick auf die Seebrücke)

Wer auch nordisch wandert oder joggend läuft, trifft auf freundlich grüßende Gleichgesinnte. Musikbeschallung braucht man hier beim Morgensport eigentlich nicht, da das Rauschen des Meeres eine ausgesprochen angenehme Geräuschkulisse bietet.

Übrigens: Wer sich auch unter die Bernsteinsucher mischen möchte, darf sich zumindest ein bisschen Hoffnung machen: Man kann durchaus Bernstein finden. Ideal für das Bernsteinsuchen sind die Morgenstunden, besonders natürlich dann, wenn es vorher stürmisch war. Schon so mancher hat hier den ersten Bernstein seines Lebens gefunden.

Was man am Strand darf

Strand bei Kolobrzeg - Kolberg. Foto: Kolberg-Café
Strand und Dünen westlich Kołobrzegs

Tagsüber ist der Hauptstrand, der sich zwischen Leuchtturm und Waldenfelsschanze erstreckt, der Sammelplatz für Sonnenanbeter, Badende, Strandkorbfreunde und Beach-Volleyball-Spieler. In kühleren Jahreszeiten trifft man auf witterungsangepasst gekleidete Spaziergänger, gern auch mit Fotoapparat. Mobile Verkäufer bieten Zeitungen, Eis und Getränke feil. Am Abend dagegen teilen sich romantisch veranlagte Spaziergänger und Vergnügungsinteressierte den Strand. Es ist also immer etwas los.

Hunde findet man am Hauptstrand normalerweise nicht, für diese existieren andere Strandabschnitte weiter außerhalb. Einen ausgewiesenen Hundestrand gibt es in Richtung Dzwirzyno (Kolberger Deep), der allerdings einige Kilometer außerhalb liegt. Gleiches gilt für den Strand in Richtung Osten. Wer mit Hund anreist, sollte sich den Parseta-Uferweg merken, den Dąbrowskiego-Park oder aber sich im westlich gelegenen Dzwirzyno hinter der Hafenbrücke rechts halten. Ebenfalls in Richtung Dzwirzyno findet man einen Strandabschnitt, an dem Freikörperkultur-Baden (FKK) erlaubt ist. FKK ist am Kolobrzeger Hauptstrand nicht erlaubt.

Dünenübergang bei Kolobrzeg - Kolberg. Foto: Kolberg-Café
Übergang von den Dünen zum Strand

Stattdessen warten unzählige Möwen und einige große weiße Schwäne darauf, entweder gefüttert oder zumindest bewundernd beachtet zu werden. Vom Füttern der Tiere raten wir ab, dies ist verboten. Die Schwäne leben hier teilweise ganzjährig, was eigentlich nicht gewünscht ist. Im Winter sterben die Tiere, wenn sich diese auf das 'Gefüttertwerden' verlassen. Um die schönen Tiere zu schützen, sollen diese vermehrt wieder an ihre natürliche Lebensweise herangeführt werden, nach der sie im Winter Polen verlassen. Die Schwäne sind an Menschen gewöhnt, dennoch empfehlen wir, sie nicht zu ärgern.

Wo viel, wo weniger los ist

Schwan am Strand in Kolobrzeg - Kolberg. Foto: Kolberg-Café
Ein Schwan am Strand

Etwa sechs Kilometer ist der Kołobrzeg zugehörige Strand lang, meistens breit und immer aus feinem Sand. Wer einen weniger belebten Strandabschnitt sucht, beispielsweise zum Spazierengehen, sollte sich einfach in Richtung Osten orientieren oder hinter dem Hafen den Strand in Richtung Westen erkunden. Strandkörbe und eine Rettungswacht gibt es jedoch nur an den Hauptabschnitten. Die am wenigsten überlaufenen Strände befinden sich östlich bei Ustronie Morskie und westlich bei Grzybowo und Dzwirzyno.

Badende freuen sich überall über den seichten Meereseinstieg: Das Wasser ist zunächst sehr flach, was besonders für Kinder ideal ist. Beachtet werden sollten wie an jedem Strand die Warnhinweise, die das Baden bei bestimmten Witterungsbedingungen einschränken oder verbieten.

Kołobrzeg (Kolberg) tut viel, um den Strand zu sichern, der immer wieder bei Stürmen abgetragen wird. Mehr dazu lesen Sie unter 'Küstenschutz'.

Drachen am Strand bei Kolobrzeg - Kolberg. Foto: Kolberg-Café
Sport am Strand: Vielfältige Möglichkeiten

Das Meerwasser in Kołobrzeg ist ein wenig kälter, was mit den Strömungen vor der Küste zusammenhängt. Im Sommer erfrischt es perfekt, bei kälterem Wetter überlegt man sich das Baden als sensibles Gemüt eventuell noch einmal.

Neben dem klassischen Baden mit oder ohne Luftmatratze gibt es im Sommer weitere Wasservergnügungen. Dazu gehören Fahrten mit Wassermotorrädern oder die Fahrten mit Wasserbananen. Am Strand werden im Sommer kleine Bars aufgebaut, an denen Getränke und kleine Mahlzeiten verkauft werden. An der Strandpromenade gibt es noch weitere Einkaufsmöglichkeiten für alles und jedes. Wer einen Strandkorb nutzen möchte, sollte möglichst frühzeitig den Vermieter aufsuchen und einen Korb reservieren.

Toiletten am Strand: Mancher spricht von der Toilettenmafia an den Stränden: Es gibt sie in fast jedem Strandort. Das organisierte Toilettenanlagen-System, bei dem man von den vielen und meist sauberen Toiletten profitiert, existiert auch in Kołobrzeg. Leider hat das System auch einen Nachteil: Man zahlt recht hohe Preise für die Benutzung der Toiletten. 50 Cent oder 2 Zloty sind für einen Toilettenbesuch üblich. Die Toiletten sind vom Zustand her okay.

Strandpromenade

Strandpromenade in Kolobrzeg - Kolberg. Foto: Kolberg-Café
Die Strandpromenade

Sehen und gesehen werden? Nein, das ist in Kołobrzeg nicht zu erreichen, wenn man über die hübsch angelegte und verkehrslärmfreie Strandpromenade spaziert. Diese ist sehr belebt, zumindest im Sommer. Aber man braucht weder Kleid, Anzug noch besonders coole Klamotten, wenn man hier promenieren möchte. Gerade Sonntags ist die Strandpromenade auch eine beliebte Spaziergeh-Strecke vor dem Kaffeetrinken. Die Promenade beginnt am Hafen, am Leuchtturm. Von dort aus verläuft sie in Richtung Osten, zunächst mit freiem Blick auf das Meer und zahlreichen Buden auf der dem Meer abgewandten Seite.

Hier kann man Fisch, Fischbrötchen, Eis, Pizza und andere deftige und süße Dinge kaufen, dazwischen gruppieren sich auch vereinzelt Verkäufer von Spielzeug und anderem Kleinkram. Ab der Seebrücke verläuft die Strandpromenade hinter einer Baumreihe, so dass man das Meer noch sehen und riechen kann, aber eben manchmal ein Baum davor steht. Man läuft nun auf den Dünen, das Meer zur linken, ein Waldstück (der 'Kolberger Strandwald') mit integriertem Trimm-Dich-Pfad zur rechten. Auch im Waldstück gibt es angelegte Wege, hinter dem schmalen mit Bäumen bewachsenem Teil verläuft eine Art zweite Promenade: Diese wird von den Kurhotels gesäumt, die jedoch im Erdgeschoss ebenfalls Restaurants und Cafés anbieten. Hier verläuft übrigens auch der Radweg, den man als Fußgänger den Radfahrern zuliebe tunlichst meiden sollte.

Je weiter man in Richtung Osten spaziert, desto ruhiger wird es auf der Promenade. Die Zahl der bunten Verkaufsstellen nimmt ab, auch wird es am Strand zunehmend ruhiger. Ab der Waldenfelsschanze schwenkt die Promenade noch ein Stück landeinwärts. Kurz danach findet sich noch ein Campingplatz sowie eine Reihe neuer Hotelanlagen. Anschließend endet die Bebauung und man kann ganz entspannt und nah an der Natur auf dem Weg durch die Dünen wandern. Links behält man das Meer im Blick, auf der rechten Seite wechseln sich dichte und weniger dichte Waldstücke ab, kleine Seen und Felder tauchen auf. Ab hier handelt es sich auch um ein Naturschutzgebiet, durch das der Weg, der primär für Fahrradfahrer vorgesehen ist, führt. Daher ist es hier besser, am Strand zu laufen - vor allem, wenn viele Radfahrer unterwegs sind.

Gegen die Gefährdung des Strandes: Küstenschutz in Kołobrzeg (Kolberg)