Gastbeitrag: Eine kulinarische Reise an die polnische Ostseeküste

von Jens Hansel (Kommentare: 0)

Gastbeitrag zur polnischen Küche

Gerade zur Urlaubszeit sehnen sich viele Deutschen nach der Ferne. Weiße Strände und das azurblaue Meer unter der gelben Sonne. Dass es aber nur wenige Kilometer von Deutschland entfernt ebenso viele Möglichkeiten gibt, einen schönen Urlaub zu erleben, das wird gerne vergessen. Wie wäre es denn mit einer kulinarischen Reise an die polnische Ostseeküste? Schließlich will auch die Zunge fremde Kulturen kennenlernen. Wer sich gerne vorab informieren will, was man in Polen isst, der findet Rat auf der Homepage der Süddeutschen Zeitung (lesen Sie hier). Also auf zu den Gaumenfreuden von Deutschlands östlichem Nachbarn!

Die Reise beginnt in der deutschen Universitätsstadt Greifswald. Typisch für die nördlichen Städte sind vor allem Fischgerichte wie Matjes, Räucherfisch und natürlich Meeresfrüchte satt. Zum Nachtisch genießt man ein Schälchen fruchtigen Obstkompott. Als moderne Stadt kann man sich in Greifswald aber natürlich auch Pizza und Burger bestellen (beim Lieferservice in Greifswald). Auf geht es in Richtung Osten. Von Greifswald aus sind es nur wenige Kilometer bis zur polnischen Grenze. Sobald man die kleinen Ortschaften an der polnischen Ostsee einen Besuch abstattet, merkt man, dass das Leben hier wesentlich gemächlicher vonstattengeht als im hektischen Deutschland. Wer sich hier ein polnisches Frühstück servieren lässt, der gerät schnell ins Staunen. Rührei mit Würstchen, Käse, Wurst und Quark zieren den Teller. Bei diesem Festmahl fängt der Tag gut an.

Den kulinarischen Höhepunkt der Reise findet man in den Großstädten wie Danzig und Kolberg (Kotobrzeg). Hier wird einem ein klassisch polnisches Mittagessen serviert. Da dieses Gebiet einst zum Königreich Preußen gehörte, ist es aber nicht verwunderlich, wenn man sich hier über Eisbein (Golonka) mit Sauerkraut oder Rinderrouladen (Zrazy) freuen darf. Als Stadt in Küstennähe bekommt man in Danzig und Kolberg aber vor allem frischen Fisch; gebraten, geräuchert oder in Aspik. Aber natürlich auch  das polnische Nationalgericht Bigos, ein Eintopf aus gedünstetem Kohl, Sauerkraut, Schweinefleisch und Zwiebeln, ist sehr beliebt. Bei dieser deftigen Hausmannskost wird garantiert jeder satt. Und Süßmäuler dürfen sich freuen, denn der Nachtisch in Polen trumpft mit süßem Pudding (Budyn) oder Kuchen (Ciasto) auf.

Aber das ist noch nicht alles. In Kolberg findet man auch herrliche Cafés, in denen man die köstliche Vielfalt der polnischen Konditoreien kennenlernen kann. Dazu gibt es dann Tee oder Kaffee. Beim Abendessen begnügt man sich mit Brot, Wurst und Käse. Aber auch Süßspeisen wie Eierkuchen dürfen auf dem Speiseplan stehen.

Wer dann nach einem Urlaub voller polnischer Leckereien anschließend ins heimische Deutschland zurückkehrt, der wird feststellen, wie ungewohnt die Pizza vom Bringdienst mittlerweile schmeckt, da man sich so sehr an die gutbürgerliche Küche Polens gewöhnt hat. Ob das bei einer Reise an das Mittelmeer ebenso gewesen wäre?

Zurück

Kommentare

Einen Kommentar schreiben

Was ist die Summe aus 6 und 5?