
Hafen und Kurviertel prägen das Bild von Kolobrzeg (Kolberg) und laden zum abendlichen Spazierengehen ein. Dort wird einiges geboten.
...Hafen und Kurviertel
Yachten, Fischerboote, Ausflugsschiffe und sogar Militärschiffe nutzen den Hafen in Kołobrzeg (Kolberg). Das ist Tradition: Kołobrzeg hat schon seit dem Mittelalter einen Hafen. Die Lage der Stadt ist prädestiniert für einen solchen, da der Fluss Parsęta (Persante) hier in die Ostsee mündet und damit einen guten Seeweg auch ins Inland bietet. Schon früher hatte Kołobrzeg einen natürlichen Hafen durch die Flussmündung, der einen geschützten Ankerplatz bot. Vom Hafen ausgehend in Richtung Osten erstreckt sich das Kurviertel.
Heute spielt die Fischerei noch immer eine wichtige Rolle für die Stadt: Über die Hälfte des Ostsee-Fischfangs in Polen geschieht in Kołobrzeg. Es gibt daher zahlreiche Fischerboote und im hinteren Teil des Hafens auch einen eigens dafür eingerichteten Bereich.
Den frischen Fisch kann man in diesem Hafenteil, den man über die ul. Baltycka erreicht, kaufen. Am besten geht man dazu ganz früh am Morgen zum Hafen. Oder man kauft ihn an einer der vielen Fischbuden überall in Kołobrzeg - dann ist er auch schon zubereitet. Natürlich gibt es viele Restaurants, die frischen Fisch als leckeres Mittag- oder Abendessen offerieren.
Der Fischereihafen ist nicht explizit für den Tourismus erschlossen und präsentiert sich daher auch eher funktional: Viele Hallen und Ladekräne prägen das Bild; der Fischereihafen ist daher nicht idyllisch wie in einem Urlaubsprospekt, aber dafür authentisch und sympathisch. Kołobrzeger Fischerboote sind am hafeneigenen Kürzel (KOL) erkennbar. Übrigens: Selbst Angeln ist auf Angelfahrten möglich.
Der Yachthafen bietet Skippern mit ihren Booten Liegeplätze und eine gute Infrastruktur für die Besatzung. Er liegt geschützt ein wenig hinter der eigentlichen Hafeneinfahrt, aber noch vor dem Fischereihafen. Mit mindestens 70 Liegeplätzen ist er nicht gerade klein, aber auch keine Massenabfertigung. Ein schickes Gebäude für den Yachtclub entstand 2011 und 2012.
Unterschiedliche Bereiche des Yachthafens sind für unterschiedliche Bootsgrößen – je nach Tiefgang – ausgelegt. Von hier aus bestens erreichbar, weil direkt angrenzend, ist die Morast-Redoute, ein Teil der alten Festung Kolberg. Schön für die Skipper und alle anderen, die sich hierhin nachmittags oder abend begeben, ist das hier angesiedelte Restaurant mit Biergarten.
Im vorderen Teil des Hafens ankern die Ausflugsschiffe, mit denen man kleine oder größere Touren machen kann. So gibt es Ausfahrten für Angler, die gern Hochseeangeln möchten, Rundfahrten und auch Fährfahrten. Unter anderem legt regelmäßig eine Fähre nach Bornholm hier ab und wieder an.
Auch eine Art 'Piratenschiff', das besonders bei 'jungen Seeleuten' - gemeint sind Kinder - beliebt ist, kann für eine Rundfahrt oder eine Angelfahrt genutzt werden. Es gibt mehrere Anbieter mit unterschiedlichen Schiffen, die Fahrten mit einer Dauer zwischen 30 Minuten und einem ganzen Tag anbieten.
Das Kurviertel besteht vor allem aus Hotels und Sanatorien, die sich hinter der Uferpromenade in mehreren Reihen befinden. Darunter sind einfache und auch sehr teure Angebote. Viel Rahmenprogramm wird geboten: Zum Beispiel Discotheken, Tanzlokale, Cafés, Jahrmärkte, Restaurants und mehr. Besonders beliebt sind die Aussichtscafés in den oberen Etagen der Hotels, besonders das sich drehende Café im Hotel Arka. Auch Sportmöglichkeiten auf Tennis- und Minigolfpläzen oder in Schwimmbädern bestehen. Und Straßenverkäufer bieten allerlei Dinge an.























